Donnerstag, 26. April 2018

Über das Glück.

Befragt man Google nach dem Wort "Glück", so erhält man eine unglaubliche Anzahl an Ergebnissen. Da gibt es verschiedenste Übersetzungen: ein "besonders günstiger Zufall, erfreuliche Fügung des Schicksals."  Eine "angenehme, freudige Gemütsverfassung" sowie "Das schönste Gefühl der Welt".

Man könnte sehr, sehr, sehr viel Zeit damit verbringen, sich alle Definitionen, Redewendungen und Tipps für ein glückliches Leben durchzulesen. So vielfältig die Meinungen, Ansichten und Ideen. Alle mit dem gleichen Ziel - erfüllt und zufrieden sein. 


Was ist Glück denn nun für mich? Wann bin ich glücklich, wann war ich zuletzt glücklich? Kann ich selbst etwas dafür tun? Und wenn ja, was kann ich dafür tun? Ja, ich glaube, dass alles einen Sinn hat, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Und ich glaube auch, dass die eigene Einstellung viel Einfluss hat und man vieles selbst in der Hand hat. Und dass man dafür bereit und offen sein muss. 


Ich habe in den letzten Wochen immer wieder notiert, was mir zum Thema Glück einfällt. Was mich froh macht, mir ein gutes Gefühl gibt. Mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Vielleicht ist ja auch für euch etwas dabei..


Kuchenduft in der Wohnung. Ein frisch bezogenes Bett. Von der Sonne geweckt zu werden. Ausschlafen. Sonnenmilchgeruch. Vorfreude. Wiedersehensfreude. Ein Teller Spaghetti Bolognese. Der erste Biss in das beste Croissant. Jemandem eine Freude machen können. Der erste Schluck Kaffee am Morgen. Ein herzliches Lachen. Ein Blick. Nach Hause kommen. Freudentränen. Nicht auf die Uhr sehen. Das Lieblingslied hören. Ein altes Lied noch auswendig mitsingen können. Etwas schaffen, sich überwinden. Der Geruch von frischem Kaffee. Kinderlachen. Ein gutes Gespräch, das nachwirkt. Verstanden werden. Tanzen. 


Nach einem warmen Strandtag duschen. In einem Buch versinken. Das Lieblingsessen von Mama. Musik, die berührt. Die ersten Frühlingstage. Rituale, Traditionen. Lachtränen. Passende Worte im richtigen Moment. Auf das Meer blicken. In einem Kleidungsstück wohnen wollen. Sich geborgen fühlen. Der Geruch von frischer Wäsche, von Mamas Waschpulver. Morgens in Kleid und Sandalen ans Meer gehen. Ohne Worte verstehen. Jemandem eine Freude machen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Endlich wieder Lieblingsmenschen und ihren ganz eigenen Duft riechen. Merken, dass alles einen Sinn hat. Ein liebes Wort. Eine Umarmung. Etwas angehen, ohne lang zu überlegen. Frei entscheiden können. Frei sein. Leicht sein.


Für mich sind es ganz oft die kleinen Dinge. Für mich ganz allein. Gemeinsam mit Herzensmenschen. Alltagssituationen. Geborgenheit. Gemeinschaft. Gesundheit. Was ich in den letzten Jahren gelernt habe, ist, dass ich nicht immerzu warten möchte - auf das nächste Wochenende, den nächsten Urlaub. Ich möchte auch im Alltag das kleine Glück finden und sehen können. Es ist die Summe. Und ganz eng verbunden mit Zufriedenheit. Dankbarkeit. Und ja, sicherlich erkennt man das Glück oft erst oder besser, wenn man auch schwierige Zeiten erlebt hat oder gar mittendrin ist. 

"Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war."

 Wenn man dann nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern versucht, aufzustehen und sich etwas Gutes zu tun.. Schritt für Schritt. Es ist gewiss nicht immer alles rosarot, das kann ich bestätigen. Und es fällt gerade dann alles andere als leicht, aber in genau diesen Momenten sollten wir uns etwas Gutes tun, versuchen, es selbst in die Hand zu nehmen. Vielleicht helfen gute Gedanken dann etwas, ein Glückstagebuch. Und eine solche Liste.. 

Ich wünsche euch von Herzen einen glücklichen Tag!
Alles Liebe, x

Freitag, 13. April 2018

Hallo April.

Der Monat ist schon knapp zwei Wochen alt, aber eins habe ich mir ja bewusst aus dem Urlaub mitgebracht - den 'Plan', in manchen Situationen nicht so häufig auf die Uhr zu sehen.. die Zeit vergehen zu lassen, mir keinen Stress und Druck zu machen. Und so ist es auch jetzt mit dem Rückblick und Ausblick - nicht pünktlich, anderes kam dazwischen. Zum Beispiel ein Urlaub. Und so sind wir schon mittendrin.. 

 

Der März begann mit einer Reise. Spontan gebucht, ohne lange zu überlegen. 7 Tage an der Algarve, ganz allein. Nur das Meer, Zeit und kaum Pläne. Meine Kamera, Natas und viele Bücher. Sonne, Gewitter, Hagelschauer, Regenbögen. Ich werde noch ausführlicher berichten, aber hier gibt es schon mal einen kleinen Einblick in Form von Bildern. Und ja, kurz vorher bekam ich doch ein wenig Angst vor meiner eigenen Courage.. aber rückblickend sind da ganz viele schöne Erinnerungen (und eine Menge Stolz).

Und dann war da die Musik. Ich war auf zwei Konzerten - und war vieles.. staunend, fühlend, bewegt. Dann war da diese kurze Melodie auf dem Keyboard, die mir die Tränen in die Augen trieb. Und das bezaubernde Album von Antje Schomaker - im Urlaub täglich beim Strandspaziergang in den Ohren. Singend. Tanzend. 

 

Ich habe Sommersprossen gesammelt und erste Frühlingsstunden genossen. Mich nach Jeansjackenwetter gesehnt. Draußen gefrühstückt, die Wollpullis im Schrank verstaut, das Fahrrad fit machen lassen. Habe begonnen den Balkon aufzuhübschen, um hoffentlich bald wieder ganz viel Zeit dort zu verbringen. War viel spazieren, habe neue Podcasts entdeckt ("Hotel Matze" - große Empfehlung!), habe das Wohnzimmer sehr spontan umgeräumt. Die besten Salzmandeln im Unverpackt-Laden entdeckt. Freie Tage mit guten Büchern in der Sonne verbracht.
Und mich über Wiedersehen mit Herzensmenschen gefreut - sehr überraschend am Flughafen, nach dem Urlaub, nach viel zu langer Zeit, weil das Leben bei uns dazwischen kam. Beim monatlichen Stammtisch, spontan beim Vietnamesen, bei Massaman Curry vom Lieferdienst. Verbunden mit langen Gesprächen, Planereien, Erinnerungen und Vorfreude auf das, was vor uns liegt.

Und wieder war für mich eines wichtig - Vertrauen. In mich vertrauen, genau hinhören, auch mal "nein" sagen. Mich trauen, Neues ausprobieren, mich überwinden. Alles hat seinen Sinn, alles wird gut. 


Und nun ist der April schon fast zur Hälfte vorbei... was waren meine Pläne, was steht noch bevor?

- Licht - 
Den Frühling immer und immer wieder begrüßen - im Lieblingscafé am Abend, auf dem Fahrrad, bei einem Cappuccino in der Sonne. Mit Birkenstocks, Sonnenbrille und Zeit.

- Umdenken -
Spontan habe ich mir Anfang des Monats etwas vorgenommen - zuckerfrei ernähren (Tschüß Süßigkeiten, Kuchen, Eis, Softdrinks!), viel trinken und täglich mindestens 60 Minuten aktiv sein. Klingt nach viel auf einmal, bis auf den Zucker läuft es aber sehr gut... und ich halte durch. Ich suche dann mal nach Ideen für Snacks zwischendurch..

- Zeit - 
Stunden mit Freunden & Familie verbringen. Wiedersehen nach zu langer Zeit, mein Hannover bei einer "Eat the World"-Tour mit meinen Freundinnen besser kennenlernen, gemeinsam neue Restaurants besuchen. Reden, lachen, austauschen.

- Pläne -
Gedanken über den nächsten Urlaub machen - erledigt, gestern wurde gebucht.
Formentera, das wird schön. 


 - Schreiben -
Ich habe lange nicht mehr meine Gedanken aufgeschrieben - so vieles geistert mir im Kopf rum und ich weiß, dass es mir gut täte, dies auf Papier zu bringen. Sortieren, Ballast loswerden. Ganz persönliches, Blog-Ideen, To-Do-Listen.

...und zu guter Letzt - meinen Geburtstag planen.  


Und nun - genießt den Frühling! 

Habt es schön. Alles Liebe, x

Mittwoch, 21. Februar 2018

Minimalismus - und Lieblingsstücke.

Eines meiner aktuellen Lieblingsthemen? Minimalismus. Ich beschäftige mich viel und gerne damit. Mit Ordnung, Ausmisten, einem bewussteren Leben. Das mag hochtrabend klingen, ist es aber gar nicht. Mein Wunsch und Ziel ist es unter anderem, mich von Überflüssigem, von Ballast zu befreien. Für jedes Teil einen festen Platz zu finden. Mehr Platz und Zeit zu haben. In der Wohnung, in meiner Freizeit, im Kopf. Mir das Leben einfacher zu machen.. und dabei auch automatisch über mein Kosumverhalten und über das Thema Nachhaltigkeit nachzudenken. Ich möchte mich mit Dingen umgeben, die ich nutze. Und die mir ein gutes Gefühl geben. 


Hier ist in den letzten Wochen und Monaten somit vieles rausgeflogen, vieles wartet noch auf einen neuen Besitzer, denn ich versuche, so wenig wie möglich wegzuschmeißen. Und ich merke - ich kaufe weniger, überlege häufiger und länger, ob ich etwas wirklich benötige. Aber es gibt auch Spontankäufe, ja! Ich möchte mich in meiner Wohnung ja mit Schönem umgeben und das sind für mich hauptsächlich Dinge, mit denen ich etwas Positives verbinde, und so darf auch gern etwas Neues einziehen. Das kann so vieles sein - aber immer sind Erinnerungen daran geknüpft. An Menschen, Momente, Reisen, Gefühle, Tage, Stimmungen. So gibt es hier trotz viel Aussortiertem immer noch eine ganze Menge Deko und 'Stehrumchen'... Selbstgekauftes, Selbstgemachtes, Geschenke. Und zu so vielem gibt es eine Geschichte.


 Das schlichte Kissen von Ferm Living. Ein Geschenk zu meinem 30.Geburtstag. Zufällig im Laden gesehen, verliebt, aber aufgrund des Preises erstmal wieder vergessen.. und da lag es dann plötzlich auf meinen Geburtstagstisch, ganz überraschend.

Eine schlichte Vase - gekauft an einem wunderbaren Vormittag in Berlin. Die Sonne strahlte vom Himmel, es war eiskalt, meine Freundin und ich redeten ganz lange, tranken Kaffee und frühstückten. Ich bummelte anschließend noch allein durch Friedrichshain, genoss die wärmende Sonne mit einem Cappuccino, liess das Gespräch wirken.. und freute mich still vor mich hin, wenn ich zwischendurch meine Einkaufstasche ansah.


Kleine Blumentöpfe, die sich perfekt eignen, um Ableger zu ziehen. Eines bewahrte ich bei Freunden vor dem Mülleimer, ein anderes entdeckte ich vor vielen Jahren auf einem kleinen Hinterhof-Flohmarkt in London, weitere bekam ich von Lieblingsmenschen zu Weihnachten geschenkt.. 

Die verschiedenen Pflanzen von meinen Reisen. Eine kleine Monstera von meinem letzten Hamburg-Advents-Trip. Die Sukkulente, die mir meine Mama an dem sonnigen Ostseetag kaufte, als wir uns gerade wiedersahen und sie mir den Tag schöner, heller und fröhlicher machte. Kakteen aus London - gekauft am 1.Geburtstag meiner Nichte. Aloe Vera-Ableger von Lanzarote. Die Avocadopflanze.. 

Ein Kerzenständer und Anhänger aus Köln - Mitbringsel von einem Mädelswochenende im Dezember. Wir bummelten, quatschten, tranken Kakao und standen auf einmal vor dem 'Schee'.. was für ein wunderschöner Laden. Und ich habe ein paar Andenken an diese Stunden, an einen dringend benötigten Tapetenwechsel. 

Wandteller und alte Bretter meiner Großeltern. Bei manchen Brettern weiß ich noch genau, wie wir früher davon aßen, wenn wir zu Besuch bei ihnen waren und es Abendbrot gab. Schlichte, schöne Vasen von meinen Eltern. Und nicht zu vergessen die große Truhe der Urgroßeltern meiner Oma... 



Poster an den Wänden, Holzbilder mit schönen Worten, Fotos im Flur. So kann ich immer meine Lieblingsmenschen sehen, an fröhliche Zeiten und Augenblicke denken. Und werde täglich erinnert, auf was es wirklich ankommt. 
 
Die kleinen Emaille-Töpfe und den großen Eimer vom Flohmarkt, die nun Ableger und Geschenkpapier beherbergen. Ich bin alles andere als gut im Handeln, daher muss meine Freundin das immer für mich erledigen. Und anschließend gingen wir frühstücken und quatschten ganz lange.. wieder einmal zeigt sich, dass es die kleinen Momente sind.


 Die Tasse von meinen Freunden, die sie in einem meiner Liebingsläden in Berlin für mich kauften. 
Jedes Mal, wenn ich sie nutze, denke ich an sie im fernen Singapur.

Der kleine Elefant - ein Andenken an meine Kenia-Reise vor knapp 8 Jahren.

 

 Diese Dinge habe ich gern um mich, sie erinnern mich und ich freue mich täglich, sie zu sehen. Sie können Geschichten erzählen, mich an Schönes denken lassen. Daher werden sie auch nicht aussortiert, egal wie viel ich hier noch ausmisten werde. Für mich kommt es beim Minimalismus nicht darauf an, nur noch eine bestimmte Anzahl an Gegenständen zu besitzen. Der Wert ist wichtig. 

Was könntet ihr denn niemals weggeben? Welche kleinen Teile erfreuen euch täglich?

Habt es schön. Alles Liebe, xx

Freitag, 16. Februar 2018

Ostseeglück.

Die gemeinsamen Urlaubspläne wurden im vergangenen Jahr durch kurzfristige Aufträge und eine damit verbundene Urlaubsverschiebung durchkreuzt, daher musste Plan B her. Ich wollte raus, wollte eine Auszeit und Tapetenwechsel, meinen Jahresurlaub nicht nur zuhause verbringen. Und so zog es mich zum mittlerweile vierten Mal an den Timmendorfer Strand, in die kleine gemütliche Wohnung.. notgedrungen allein. Viel und lange spazieren, den Sonnenaufgang am Strand beobachten, nicht auf die Uhr gucken, Waffeln essen, Sand unter den Füßen spüren. Das Meer riechen, Fischbrötchen kaufen, viel lesen, abends zufrieden und müde von der frischen Meeresluft und den vielen Schritten ins Bett fallen. Mir den Wind um die Nase wehen lassen, vom Fahrrad aus aufs Meer blicken, noch mehr lesen, keine To Do´s haben.. außer den Spaziergängen am Meer. Mit dem langsameren Bus durch die Gegend fahren, mit ganz viel Zeit und Musik in den Ohren.


Ich hatte hier immer tolle Urlaubstage. Kam ganz schnell runter, wenn es im Job anstrengend war und ich einfach eine Pause brauchte. Lernte wieder allein zu sein, mich noch einmal bewusst zu erinnern, Abschied zu nehmen. Momente für mich ganz allein zu haben, diese anzunehmen, die Gedanken schweifen zu lassen. Nicht zu hetzen. Ich merkte, wie gut mir Strandspaziergänge, Zeit und das Meer tun. Jeder der Urlaube war eine kleine Auszeit für mich.
Der letzte lief leider etwas anders als geplant, auch wenn er wieder schön wurde, aber ich merkte, dass es Zeit für etwas Neues ist. 


Ich schließe nicht aus, mal für ein Wochenende wiederzukommen, wenn ich durchatmen will und muss. Aber erstmal will ich Neues sehen. Will meinen Jahresurlaub an wärmeren Orten verbringen, andere Sprachen hören, andere Ecken kennenlernen. Sonnenuntergänge sehen, Sommersachen in den Koffer packen, im Meer baden, die Sonne auf der Haut genießen. Wünsche mir, dass ich auch den Mut habe, allein in den Urlaub zu fliegen. Ich habe mehrere Wunschziele - Portugal, Ibiza oder eine kleine griechische Insel.. die letzten Tage habe ich immer mal wieder nach Reisen geschaut... und spontan habe ich heute Morgen 1 Woche an der Algarve gebucht. Ganz bald geht es los... zum Baden wird es zu kalt sein, aber die Hauptsache ist das Wiedersehen mit dem Meer, Strand und Frühling. 

 
Wo geht es für euch hin in diesem Jahr? 

Habt es schön, geniesst den Tag.
Alles Liebe, xx